Das Kreuz der Österreicher zurück am Capu di a Veta

Gipfelkreuz

Letzten Winter ist es umgefallen, das Kreuz wurde von den Einwohnern von Calvi sehr vermisst. Gebaut wurde das Kreuz von Jean-Louis Gonin und nun wurde es mit Hilfe eines Hubschraubers wieder zum Gipfel hinaufgebracht und vom Abt Valery gesegnet.

Das Kreuz steht wieder am Gipfel über Calvi. Nach einem mühsamen Vormittag befindet es sich wieder am Gipfel des Capu di a Veta. Ursprünglich wurde das Kreuz von den ersten Urlaubern des Österreichischen Alpenvereins hinaufgetragen. Es zählt schon als Kulturerbe der Stadt, da die Einwohner von Calvi es seit Ende der Sechzige Jahre als Nachbarn haben. Das erste Kreuz war aus Metal und hat 30 Jahre überstanden. Vor 20 Jahren wurde es aufgrund der Unwetter zerstört. Der Tischler Jean-Louis Gonin nahm sich vor, ein neues Kreuz für die Stadt zu bauen. Das zweite Kreuz, dieses Mal aus Kiefer, fiel ebenso im letzten Winter um. Der fleißige Tischler und sein Sohn bauten ein Neues mit einem Eichenkern, das viel robuster ist als Kiefer, um das Gestürzte zu ersetzen.

P1040074P1040239

Wurde von der Abt Valery direkt am Gipfel gesegnet
Das Kreuz wurde mit dem Hubschrauber bis zu seiner neuen „Residenz“ hinauf transportiert. Das Heer von Solenzara hätte eigentlich das Kreuz hinauf transportieren sollen, aber sie haben keine Unterstützung vom Verteidigungsminister bekommen. Deshalb hat Jean-Louis Gonin ein Unternehmen zu Hilfe gerufen, die er selber bezahlt hat. Das Eichenkern-Werk wiegt 800 kg und ist 8 Meter groß. Eine wahre Herausforderung für den Pilot, sowie für die freiwilligen Helfer, die kurz davor auf dem Gipfel angekommen waren. Das Kreuz wurde mit Hilfe von Drahtseilen so schnell wie möglich am Boden befestigt, bevor es vom Helikopter abgehängt wurde. Am Gipfel kämpften die Männer, um es in die Metallhalterung zu bekommen, damit es im Granit fixiert ist. Die am Kreuz angebrachten Schlingen werden an Heringen befestigt. Das Aufstellen des Kreuzes stellte die Helfer dann vor ein kleines Problem, da an allen Schlingen gleichzeitig gezogen werden musste, damit es gerade steht, denn ein schiefes Kreuz ist besonders gefährlich. Bei so viel Gewicht musste es stabil sein. José, einer der freiwilligen Helfer, kletterte schließlich hinauf, um die Schlingen auszubinden. Die Aufstellung war trotz dem Schreck und ein paar Kratzer, die glücklicherweise nicht schlimm waren, erfolgreich.

P1040470

Das Wetter spielte mit, blauer Himmel, kein Wind… Wie wenn die Elemente, die die Bucht von Calvi beherrschen, die Aktion auf diesem Gipfel genehmigen würden. Nach der Fixierung des gigantischen Werkes,  beginnt der Abt, der von den freiwilligen Helfern umgeben ist, die Geschicklichkeit der Männer zu loben. Dann erinnerte er, dass das Kreuz ein Zeichen von Christ und des Glaubens ist. „Hier, ist es auch ein Zeichen von Freundschaft und Geselligkeit“, so Abt Valery. Danach segnete nicht nur er, sondern auch Jean-Louis und Nicolas Gonin das Kreuz. Sie wünschten sich, dass es Freude in die Welt bringen wird.

Nach den religiösen Verpflichtungen, folgten die staatlichen. Didier Bicchieray, Stadtrat für Hafen und Strand, hat das Wort in Namen des Bürgermeisters von Calvi, der leider nicht anwesend war, ergriffen. Er hat sich bei beiden Herstellern für ihre Idee bedankt und auch bei allen, die mitgeholfen haben, das Kreuz, das so beliebt bei den Korsen ist, wiederaufzustellen. Er erinnerte an die besten Momente des Kreuzes der Österreicher von seiner ersten Aufstellung bis heute. Nachher sagt er noch, dass in den nächsten Wochen ein Empfang stattfinden würde, um den Herstellern und den Sponsoren zu danken.

Die freiwilligen Helfer haben langsam den Rückweg zu Fuß genommen und das Kreuz der Österreicher hat nun sein neues Zuhause auf dem Capu di a Veta und kann dort nun von Wanderern besichtigt werden.