Ich weiß nicht, wie oft ich schon im Feriendorf war. Es zieht mich immer wieder her. Und aufs Neue ist mir aufgefallen: Die Guides in den verschiedenen Sparten und die Programmgestalter sind mit Herz und Freude bei der Sache. Auch Küche und Service verdienen großes Lob.

Neben Schwimmen und Wandern zieht es mich immer mehr zum Radeln, allein und in geführten Touren. In meiner ersten geführten Tour in dieser Saison nahm uns Günther mit auf die Bocca di Battaglia (1.099 m). Der Bus brachte uns zum Ausgangspunkt. Dann ging es mit dem Radl durch Olmi-Capella zur Capu di Prunu. Anschließend weiter Richtung Osten durch herrliche Landschaft und auf verkehrsarmen Straßen durch das Tal der Stiere. In der Boulangerie von Pietralba ließen wir die herrliche Abfahrt bei Speis und Trank nachwirken. Mit dem Bus fuhren wir anschließend zum Strand von Lozari. Nach einem einstündigen Bad ging es wieder zurück ins Feriendorf.

Was mich so beeindruckt hat an diesem Tag: Beim Transport zum Pass wurde die hydraulische Hinterbremse eines Rades beschädigt. Günther gab ganz selbstverständlich sein Rad dem Gast und fuhr mit einzig einer funktionierenden Vorderbremse die 900 Hm hinab!

Eine zweite Tour führte mich mit der Gruppe durch die Balagnedörfer. Die Tour ist mir inzwischen bestens vertraut. Daher kann ich auch verstehen, dass die Nachfrage so groß war, dass alle Räder vergeben waren. Drum nahm Günther sein E-Bike mit. Was schließlich mir zugutegekommen ist. Beim Anstieg nach Zilia bis Montemaggiore durfte ich das E-Bike fahren. Für mich war‘s das erste Mal – ein tolles Gefühl! Mit geringer, körperlicher Anstrengung die Anhöhen zu bezwingen. So wurde die Fahrt für mich zum dreifachen Genuss: zwei gemütliche Pausen in Calenzana und bei der Ölmühle plus das E-Bike. Genuss ohne Hektik! Und locker erreichten wir zum Mittagsbuffet das Feriendorf. Danke an Günther und alle Teilnehmer der Fahrt!

Josef Schwab, Feriendorf-Pfarrer
Gast